Das
Beste aus aller Welt
Seit mehr als zwanzig Jahren
schreibt Axel Hacke seine legendär beliebten Kolumnen für das
Magazin der Süddeutschen Zeitung, seit 1997 erscheinen diese
Texte Woche für Woche, und es soll nicht wenige Leser geben, die
ihre Süddeutsche hauptsächlich wegen dieser Geschichten
abonniert haben.
Wenn er an seinem Tischchen auf der Bühne sitzt, hat er ganze
Kolumnenstapel dabei und liest, wonach ihm der Sinn steht – und
was er glaubt, dass es dem jeweiligen gerade anwesenden Publikum
gefallen könnte.
Kann sein, dass es dann um die Frage geht, warum die Sumerer so
schlechte Witz-Erzähler waren oder warum die Sorte „Malaga“
allen anderen Eis-Varianten vorzuziehen ist oder auf welche
Weise kolumbianische Raben Nüsse knacken, die sie gerne essen
möchten. Kann aber auch sein, dass noch einmal der gute alten
Kühlschrank Bosch zu Wort oder die Angewohnheit des Sohnes Luis
erörtert wird, nachts mit kaltem Bügeleisen Kleidungsstücke zu
plätten.
Möglich drittens, dass Hacke vom weißen Neger Wumbaba erzählt
oder von seinen neuesten Funden auf dem Wortstoffhof berichtet
oder...
Ach, wissen Sie was? Lassen Sie sich überraschen. Anders geht es
eh nicht.
Axel Hacke wurde 1956 in
Braunschweig geboren, besuchte die Deutsche Journalistenschule
und studierte Politische Wissenschaften in Göttingen und
München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er anfangs als
Sportredakteur, später als politischer Kommentator,
Seite-Drei-Reporter und Streiflicht-Autor in der Redaktion der
Süddeutschen Zeitung. Für das SZ-Magazin schreibt er seit dessen
Gründung 1990, angefangen mit dem berühmten "Kleinen
Erziehungsberater" über zahlreiche Reportagen und Porträts bis
zu "Das Beste aus meinem Leben", das 1997 das erste Mal erschien
und seitdem in keiner Ausgabe gefehlt hat. Die Texte sind in
bisher vier Büchern zusammengefasst erschienen. Hacke lebt heute
als Schriftsteller und Journalist in München. Seine Bücher, zu
denen mehrere Bestseller (Der kleine Erziehungsberater, Der
kleine König Dezember) gehören, wurden in zahlreiche Sprachen
übersetzt. Axel Hackes journalistische Arbeit wurde mit vielen
Preisen ausgezeichnet, darunter der Joseph-Roth-Preis (1987),
der Theodor-Wolff-Preis (1990) und zwei Egon-Erwin-Kisch-Preise
(1987 und 1990).